Samstag, 24. April 2010

day 3: derry - belfast

Derry- City


Was ich noch total vergessen habe, ist unser Ausflug nach Derry- City. Wie erwähnt ist der Stadtkern von einer Mauer umgeben. Das Besondere daran ist, dass man diese Stadtmauer bewandern kann, bzw. man geht einfach auf ihr Spazieren und es ist wie ein Gehsteig nur weiter oben. Als wir nach unserer kleinen Tour Essen gehen wollten, passierte uns etwas, das wir nicht erwartet hätten. Unbescholten und unbeschwert gingen wir in Richtung des nächsten Wetherspoon Restaurants, die, wie erwähnt, recht billig und recht gut sind. Auf einmal kamen uns drei Mädchen entgegen, die schon etwas wackelig auf den Beinen waren. Von ungefähr fünzig Metern Entfernung streckten sie ihre Arme aus und zeigten mit den Fingern auf uns: „Tourists!!!“ Dann war noch Gelächter zu hören. Um ehrlich zu sein, hatte ich ziemliche Angst. Sie hatten an all möglichen Stellen Piercings und waren schon um sechs Uhr abends betrunken, da könnte einiges auf uns zukommen, so meinte ich. Aber sie waren sehr nett, fragten uns nach unserer Herkunft und erklärten uns den Weg zum nächsten Tesco.

„Go noy, coz somteims it clohses whenever it wonts to, somteims it clohses at sexx and somtimes it clohses at neein…”…. Derry- Dialekt, zum Brüllen charmant.

Wir schafften es auch noch rechtzeitig zum nächsten Tesco und dachten uns, sie müssten wohl wirklich nicht ganz richtig im Kopf sein. Kein Geschäft macht einfach irgendwann zu. HA! Falsch gedacht, liebe Andrea, in Nordirland, der Tesco in Derry, der ruft einfach zu irgendeiner Zeit mal aus, dass er in fünf Minuten zu macht und dann kannst du schauen, wie du noch schnell deine Einkäufe erledigst. Wir hatten auch nicht sofort hingefunden und teilten uns kurz auf, um nach dem Weg zu suchen/fragen. Leah und ich irrten auf einem Parkplatz umher, denn wo ein Parkplatz, da auch ein Geschäft, so war die Logik. Kurz darauf wurden wir auch schon von einer sehr netten Dame gefragt, wonach wir denn suchen würden, und, ob sie uns helfen könnte. Geduldig erklärte sie uns denn Weg. Zurück an der Straße sahen wir, dass auch Miri und Sabrina gerade dabei waren mit jemanden zu reden. Auch sie hatten das Glück, dass ihnen sofort geholfen wurde – Danke Derry. Im Tesco teilten wir uns wieder auf und so hatten wir kein Problem mit den fünf Minuten.

Im Hostel waren wir, wie erwähnt, einfach zu müde, um noch mehr als Duschen und Film Schauen zu Stande zu bringen. Das Frühstück am nächsten Morgen genossen wir noch in der einsamen Küche, nur die kannadische Hostelmitarbeitern leistete uns Gesellschaft. Dann hieß es schon wieder – Tschüdilü Derry, hallo Belfast.

Die Strecke führte dieses Mal über den Giant’s Causeway und die Rope Bridge nach Belfast, die Fahrerin des Tages war ich, was sehr aufregend für mich war. Um es gleich vorne hinwegzunehmen – es ist nichts passiert, alle Leben, keiner hat Schaden davon getragen.

Auf dem Weg zum Giant’s Causeway machten wir einen Zwischenstop beim Dunluce Castle.



Dann ging es weiter zur ersten geplanten Attraktion des Tages. Die hatten wir uns eigentlich etwas Spektakulärer vorgestellt. Der Giant’s Causeway heißt deshalb so (zu Deutsch: Übergang des Riesen), weil es angeblich so aussieht als hätte ein Riese mit seinem Fuß die Klippen beim Auftritt so geformt. Gekommen ist dieser Fuß aus Schottland, wo es den Bruder zum nordirischen Giant’s Causeway gibt. Die genaue Stelle fanden wir aber nicht, wo es so aussehen soll, aber wenn man es sich auf Fotos, die von ganz weit oben gemacht wurden, ansieht, dann schaut es tatsächlich so aus. So gingen wir mit den Fotoapparaten bepackt an Ginsterbüschen auf den Klippen spazieren und später unten am Meeresufer entlang. Wir waren allerdings nicht die einzigen, die sich das so schön ausgemalt hatten. Mit uns tummelten sich noch Zig andere Touristen herum, was nicht so berauschend war bezüglich Fotos von einsamen Landschaften machen. Aber wir sind einfach von unseren Hikes verwöhnt, an denen wir immer irgendwo im Nirgendwo, wie gestrandet, unsere Landschaftsbilder schießen können. Auf die Bilder vom Giant’s Causeway ging leider der wunderbare Geruch, den die Ginsterbüsche verbreiteten nicht hinauf.








Weiter ging es zur Rope- Bridge – eine weitere Touristen(überfüllte) Attraktion. Eine kleine Hängebrücke, die vom Festland zu einer Insel führt. Sie ist ca. dreisig Meter lang und befindet sich ca. 20 Meter über dem Meeresgrund. Beim Überqueren bekam mich schon ein mulmiges Gefühl, als ich einen Blick nach unten wagte, doch eigentlich genoss ich es. Nach dem Zurückgehen lief ich ganz schnell zu einem Aussichtspunkt, um die Mädels zu Fotografieren.




Dann ging die Reise Richtung Ballycastle, wo wir zu Mittag aßen, was wir bereuten – Fish&Chips für Miri, Sabrina und mich, einen leckeres Giabatta- Sandwhich für Leah, die einfach das bessere Händchen bei der Auswahl der Speisen hatte.

Angekommen in Belfast, wollten wir zu unserem Hostel fahren, doch das, das wir uns im Lonely Planet herausgesucht hatten gab es nicht mehr. Nicht weit entfernt befand sich jedoch das Nächste, Arni’s Backpacker hieß es. Dort sollten wir mit 4 Männern in einem Mixed- Dorm schlafen. Kein Problem, dachten wir uns, wir hatten bis jetzt ja immer Glück mit den Hostels, dann wir das schon passen. Und so war es an diesem Tag auch. Wir trafen zwei Studenten aus München, die gerade in Cork ihr Erasmusjahr verbrachten, Matthias und Clemens. Mit ihnen gingen wir auch noch gemütlich in ein Pub auf ein Pint, wo sie überraschenderweise Galway- Girl spielten.

Dann marschierten wir ins Hostel und legten uns Schlafen in unsere superüberhitzte Dachkammer. Mitten in der Nacht wachte ich auf, weil mir jemand seine Jacke über den Kopf streifte. Das würden wohl die restlichen zwei Mitbewohner sein. Es grenzte allerdings an ein Wunder, dass ich bei den lauten Atemgeräuschen, die der eine machte, wieder einschlafen konnte. Am nächsten Morgen wachte ich auf, weil er mir seinen Arm auf den Kopf schlug und so laut atmete. Einmal kann das ja passieren, redete ich mir ein. Obwohl, es schon ziemlich komisch war, dass er mir seinen Arm überzog, weil er sicher zwei Meter von meinem Bett entfernt lag. Dann ging auch das laute Atmen wieder los und mit dem Schlaf war es endgültig vorbei. Was hatte der auch für ein Problem? So benimmt man sich doch nicht in einem Hostel? Als ich den Arm dann noch ein zweites Mal übergezogen bekam, rastete es in mir aus – „What’s your problem?!!! If everyone in here behaved like that it wouldn’t be possible to go to a hostel…“ Ja, ja… So ist die wirkliche Andrea, wenn sie zwei Nächte nicht gut und eine fast gar nicht geschlafen hat. Aber, was später noch folgte gibt darüber Aufschluss, dass meine Verbalattacke gerechtfertigt war.

Dienstag, 20. April 2010

videoeindrücke

Ethan
Die, die dreimal "Hi you!" sagt bin übrigens ich... Bitte klingt meine Stimme im wirklichen Leben nicht so!!!!


Und unsere Bergstraße - suizidgefährdete Schafe

county donegal bis derry

Das Essen vom Abend :)

Nach einem sehr frühen Frühstück, weil wir alle durch das ebenso frühe zu Bett gehen, nicht mehr weiter schlafen konnten, fuhren wir weiter Richtung County Donegal. Am Vortag hatten wir uns von der lieben Hostelbetreiberin noch sagen lassen, wo wir unbedingt hinfahren sollten, wobei wir dann entschieden, dass der erste Punkt auf der Liste die Slieve League sein würde, das sind HÖCHSTEN Meeresklippen in Westeuropa. NEIN, sind sie nicht, sie werden nur fälschlicherweise oft so bezeichnet, die höchsten sind jedoch auf Achill Island, ebenfalls in Irland.

Aber, wie Leah schon richtig aufgefallen war, ist Irland wahrscheinlich das Land mit dem MEIST gebrauchtem Superlativ. Es war eine gute Entscheidung früh dorthin zu fahren, denn so waren wir die einzigen, die zum Aussichtspunkt wollten.

Auf der Fahrt dorthin mussten wir natürlich für eine Fotopause anhalten :)

Miri in ihrer neuen schönen Nike- Hose


Die Straßenlage ;)



Sehr akrobatische deutsche Mädels (Sabrina, Miri, Leah von vorne nach hinten)

Die Aussicht von Slieve League

Die Reisegruppe



Als nächstes kam Maghara, wo ein beeindruckender Wasserfall und ein Strand mit Höhle sein sollte. Auf dem Weg zum Strand entdeckten wir auch schon den vorangekündigten Wasserfall, welcher auch beeindruckend war – beeindruckend winzig.

Am Parkplatz angekommen, waren wir froh, als wir eine Toilette sahen, allerdings sollten wir drei Euro fürs Parken bezahlen, dafür durften wir gratis aufs WC. Der ältere Herr hatte wohl Mitleid mit uns, denn normalerweise würde das pro Person und Klogeher 50 Cent kosten. Er schien außerdem schon nicht mehr ganz fit zu sein, denn, als wir uns alle erleichtert hatten und auf dem Weg zum Strand machen wollten, meinte er, wir sollten ihn bezahlen, was ich doch schon am Anfang getan hatte. Wenigstens war er sehr freundlich und hat auch nicht noch einmal seine drei Euro verlangt.

Der Strand war unglaublich – durch Dünen führte ein Weg zu einem wunderbaren von Felsen umgebenen Sandstrand. Zuerst fanden wir einen Ort zum Verstecken unserer Rucksäcke, manche mit mehr und manche mit weniger guten Erfolg, doch keine Panik, es kam nichts weg, es waren auch nur ganz wenige Leute am Strand, zumeist Familien. Wir beschlossen zudem zuerst die Höhle zu erkunden und dann zu relaxen. Die eben erwähnte Höhle war etwas gruselig, doch, da wir barfuß gingen hielten wir es nicht lange im kalten Sand aus. Schließlich hatten wir eine Stunde um Fotos zu schießen, zu jausnen und ein Nickerchen zu halten.

Sabrina im kalten Wasser


Die furchteinflößende Höhle

Miri: Die am BESTEN springen kann



Dann ging es wieder zurück zum Auto und wir machten uns auf dem Weg nach Derry, wo wir früh sein wollten, da die Stadt angeblich so schön sein sollte. Wir kamen allerdings nicht weit, da schrie Leah: „Halt, da wurde gerade ein Lämpchen geboren!“ So war es dann auch. Das Mutterschaf hatte noch diesen Geburtsunterstützungsaparat umgebunden und die Nachgeburt hing noch daran (sehr lecker), sehr interessant. Wir lernten auch Ethan kennen, den Sohn des Bauern, der gerne zu uns kam („I’m coming!!“) und sich mit uns unterhielt. Es war allerdings keine kluge Idee von ihm, sich den Schafen zu nähern, denn er wurde gleich grimmig angemäht.


Durch kleine Bergstraßen ging es Richtung Nordirland, wobei wir Kilometerlang bangen mussten, dass uns der Sprit nicht ausgeht. Rechtzeitig schafften wir es noch zu einer Tankstelle kurz vor der Grenze zu Nordirland. Trotzdem, dass keine Grenzposten mehr aufgestellt waren, konnte man deutlich erkennen, dass hier das Vereinigten Königreich begann, von den Häusern, über die Geschwindigkeitsanzeigen (in Miles) war alles britisch.

In Derry oder Londonderry fanden wir mit Hilfe von Arbeitern, die gerade ihre Schichthalbe, bzw. ihr Schichtpint tranken den Weg zum Hostel. Derry war doch eine größere Stadt, als wir angenommen hätten, doch Miri bewältigte den Weg durch die unbekannten Straßen mit Bravour. Wieder einmal hatten wir großes Glück mit dem Hostel. Nicht nur, dass wir ein Viererzimmer bekamen, nein, wir hatten auch noch mehr oder weniger ein ganzes Haus für uns alleine mit wunderschöner Küche (gut, wenn ich da wohnen würde, würde ich ordentlicher sein) und Sitting Room mit Fernseher und Videos. Nach einem Stadtrundgang und Begutachtung der Mauer (eine alte Stadtmauer, die noch nie angegriffen wurde, umrundet den Stadtkern) und der Altstadt gingen wir zum Diamond, um in einem der Wehterspoon- Restaurants billig zu essen. Billig war es auch und nebenbei noch sehr gut. Es gab Burger mit Pommes, als Nachtisch Fudge Cake (Schokokuchen) mit Eiscreme. Hmmmmm…..

Eigentlich wollten wir noch etwas in ein Pub gehen, doch da der meiste Betrieb hier erst um elf Uhr anfangen sollte, entschlossen wir uns für ein Video – es wurde als Bridget Jones- Schokolade zum Frühstück angeschaut, wonach wir zufrieden ins Bett gingen.

Montag, 19. April 2010

tag 1 - galway, strandhill, sligo, donegal


Am ersten Tag lief leider nicht von Anfang an alles, wie es sollte. Zuerst konnten wir das Auto nicht zum gewünschten Zeitpunkt abholen, sondern erst zwei Stunden später. Dann wollte der Mann vom Verleih noch allmögliche Dinge ausgefüllt haben, wobei wir uns fragten, welchen Zweck das wohl haben sollte, denn aus diesem Grund hatten wir doch extra die ganze Geschichte online abgewickelt, um nicht sinnlos Zeit zu vertrödeln. Leider mussten wir auch noch schnell zum Internetkaffee am anderen Ende des Eyre Square um die Bestätigung auszudrucken, der einfache Bestellcode reichte ihm nicht aus. Ein weiteres Hinderniss war, dass wir Miri leider nicht mitversichern konnten und so nur Sabrina als Fahrerin angemeldet war. Deshalb beschlossen wir, eine Zusatzversicherung abzuschließen, die uns mehr oder weniger aufgeschwatzt wurde und, die wir nicht gebraucht hätten. Aber, da wir nicht nur Sabrina fahren lassen wollten, taten wir es und hätten im Ernstfall einfach im Chaos behauptet, dass Sabrina gefahren wäre. Eines ist im Vorhinein wegzunehmen - es ist nichts passiert, wir sind alle gut und vorsichtig auf der falschen Seite gefahren.

Endlich saßen wir in unserem kleinen roten Nissan Micra – Ein Automatik und Fünfsitzer, nicht klein, aber platzsparend. Wir waren ganz schön froh, dass wir nur zu Viert waren. Auf dem Plan stand erstmal Strandhill, wo es einen wunderschönen Strand geben sollte. Um ehrlich zu sein, hatte ich noch nie zuvor davon gehört, aber der Lonely Planet – ein Reiseführer, hatte viele wichtige Informationen zuvor bereitgestellt. Schon bei der Fahrt hatten wir festgestellt, wie schön das Wetter doch war und wie viel Glück wir hatten.

Die CDs waren geordnet, die Geschwindigkeit ok und die Fahrt nicht allzu lange. Angekommen blieb mir der Mund offen stehen. Riesenwellen und viele Surfer in Neoprenanzügen. Miriam und Sabrina waren minder beeindruckt, wo sie doch erst letzte Woche in Roundstone bei einem „noch viel schönerem Strand“ waren. Mir reichte dieser und ich war sehr froh, als wir unsere Lunchpause in den Dünen verbrachten und anschließend noch ein kleines Nickerchen hielten. Ich war zwar die einzige, die noch keine Zeit hatte eine Jause zu kaufen, doch ich hatte fürs Abendessen Oliven, Käse und Vollkornbrot dabei. Zusammen mit Miris Messer verhalf mir dies zu einer anständigen Brotzeit.


Miris Schwester Leah und ich (oben). Strandhill- Beach (unten)

Später, auf dem Weg zurück zum Auto ließ ich es mir natürlich nicht nehmen barfuß durchs Wasser zu laufen. Warm war es zwar nicht, eher erfrischend, doch das brauchte ich in diesem Moment am meisten.

Weiter ging es in die Stadt Sligo, die mir persönlich sehr gut gefiel. Eine kleine Stadt mit kleinem Stadtkern und Fluß als Mittelpunkt und Platz herum für Geschäfte und Kaffeehäuser. In einem dieser nahmen wir an der Terrasse direkt am Fluß Platz und bestellten Cappuccinos und Café Latte.



Nach einem kurzen Spaziergang setzten wir uns wieder ins Auto und Sabrina fuhr Richtug Donegal.
Weiter ging es durch richtig irische Landschaften, so wie man es sich vorstellt, nicht wie die, die man im Bus von Dublin nach Galway sieht und dabei enttäuscht ist, sondern Steinmauern, Felder und malerische Häuschen.

Donegal Town fiel allerdings nicht wie erwartet aus. Da es die Hauptstadt des Countys war, dachten wir uns, sie würde etwas größer sein, allerdings ist sie vielleicht nur so groß, wie Breitenbergham und Bsuch zusammen (für alle nicht- Saalfeldener – das ist nicht groß). Das „Independent Hostel“ war schnell gefunden, die Hausherrin liebenswert mit viel irischem sarkastischem Humor. Wir bekamen ein Viererzimmer und die Beschreibung zum nächsten Lidl, wo wir für unser Abendessen einkaufen wollten. An dieser Stelle probierte ich das erste Mal aus, auf der linken Seite zu fahren, was in den ersten zwei Minuten ein Schreckerlebnis für alle Beteiligten war, da ich etwas zu weit links fuhr, was nicht verwunderlich ist, wenn man sich immer denkt, man fährt zu weit rechts. Jedenfalls kamen wir sicher wieder an, verwöhnten uns mit Salat und Spaghetti und gingen früh ins Bett, weil wir völlig erledigt von unserem ersten Tag waren.

verzögerung....

Der offizielle Roadtrip der "deutschen" Mädels fand zwar schon letzte Woche statt, leider fand ich bis jetzt noch keine Zeit davon zu berichten, oder besser gesagt, ich habe es mit Absicht hinausgeschoben, weil ich bereits vermutet hatte, dass es etwas länger dauern würde fünf Tage im Auto und an verschiedenen, noch nie zuvor gesehenen (zumindest von uns) Orten zu erzählen.

Erstmal gibt es eine kleine Zeiteinteilung, dann werde ich jeden Tag ein anderes Abenteuer nachbesprechen, da es einfach zu lange dauern würde alles auf einmal zu erzählen. Es ist gerade Lernzeit, deshalb war es noch eine schlechtere Idee so lange zu warten.

Alles begann am 8. April, als ich Miris Schwester Leah vom Busbahnhof abholte. Miri war zu diesem Zeitpunkt noch mit ihrem Romi im County Kerry und hätte es nicht rechtzeitig zurück geschafft, weshalb sie froh war, dass jemand anderer ihre Schwester in Empfang nehmen konnte. Am nächsten Tag, dem 9.4. begann die Reise dann wirklich. Über Strandhill und Sligo fuhren wir nach Donegal, wo wir übernachteten.
Am 10. April ging es weiter nach Derry, wobei wir weitere kurze Touristen- Stops einlegeten.
Nach einer Nacht in Derry furhen wir zum Giant's Causeway und zur Rope Bridge um anschließend Belfast genauer unter die Lupe zu nehmen.
Dann verbrachten wir noch einen ganzen Tag in Nordirlands Hauptstadt und fuhren am letzten Tag Leah zurück nach Dublin, wo sie ihren Flug nehmen musste, machten einen Abstecher über Enniskerry und traten schließlich den Heimweg nach Galway an.

So, das wir Interessierte in den nächsten Tagen erwarten.
Hier zum besseren Verständnis des Weges noch eine kleine Karte mit den zurückgelegten Kilometern.


Dienstag, 6. April 2010

Cork

Am selben Tag fuhren wir noch nach Cork, um Virginie, eine Freundin Hannes', zu besuchen. Sie hatte fünf Jahre in Salzburg studiert, wo sie sich kennen gelernt hatten. Obwohl, ich sie noch nie gesehen hatte, wurde ich herzlich begrüßt. Nach einem kurzen Besuch im "Bierhaus", gingen wir zu Virginie nach Hause, wo ich auf der Abenteuer- Couch schlafen durfte. Sie war zwar mehr oder weniger bequem genug, um dort zwei Nächte zu verbringen, doch das Abenteuer dabei war, dass sie Rollen hatte, sich also bei jedem Umdrehen ein Stück bewegte.

In Cork fuhren wir am ersten Tag nach Kinsale, ein süßes Küstendorf.








Am nächsten, meinem letzten Tag in Cork besichtigten wir die Stadt und den English Market, bei dem ich mir frisches VOLLKORNBROT! und Käse kaufte. Dann ging es für mich wieder nach Hause.

urlaub :)

Wo soll man hier beginnen?

Vielleicht bei der neuen Kamera? Vielleicht bei Hannes und Tanja, die eine Woche in Irland verbracht haben? Vielleicht bei unserem Dublinaufenthalt? Vielleicht bei dem Besuch in Galway? Oder bei der Reise nach Cork??? Dem Protokollhalber wird mit der Hauptstadt begonnen.
Dublin:

Am Montag, dem 29.März, kamen Hannes und Tanja mit Aerlingus in Dublin an. Da ich aber noch eine wichtige Vorlesung konnte ich erst den Bus um halb Zwei nehmen, was mich noch fast ein bisschen gestresst hätte, weil der Vortragende dazu neigt zu überziehen, und das bei einer 2x 50- minütigen Vorlesung, die pünktlich beginnt, was heißt, dass er im Endeffekt mehr als 20 Minuten jedes Mal überzieht. Aber es war dann kein Problem, da ich mich dazu entschlossen hatte, mit dem Rad zu fahren und dieses am Eyre Square, das ist der Hauptplatz in Galway, stehen zu lassen. Dies hatte zwei-tägiges Bangen um mein Rad inkludiert, da diese gerne gestohlen werden, wie ich schon mal erwähnte.

Die dreistündige Busfahrt verbrachte ich mit augengeschlossenem Musikhören und Vorfreude auf meine Freunde. Mehr als eine Viertelstunde zu früh kam ich in Dublin an, was den Plan der beiden mich an der Busstation zunichte machte, da ich es natürlich nicht aushielt und mich in Richtung Hostel begab, das nur fünf Minuten entfernt lag. Auf halbem Weg entschloss ich mich dazu doch umzudrehen und da sah ich sie auch schon auf der anderen Seite der Straße mit suchenden Blicken. Nach einer waghalsigen Überquerung der Straße und einer Gruppenumarmung checkte ich auch erstmal ins Hostel ein, dann schlenderten wir durch Dublin, bzw. gingen in jeden Touristenshop, den es gab, denn Tanja wollte Mitbringsel für ihren Bruder und ihre Mutter finden. Außerdem konnten wir auch nicht an jedem brauchbaren Schuhladen vorbeigehen. Am späten Abend kehrten wir in unser Achterzimmer zurück, doch da lag schon jemand.

Wir teilten uns das Zimmer mit zwei Gruppen Amerikanern. Die erste Gruppe bestand aus einem Burschen, der in Aberdeen (Schottland) studierte und seinem "Babe", die in London studierte. Die zweite Gruppe aus zwei Mädels, die beide in England studierten und ihrem Besucher aus den Staaten. Sie gaben uns einen guten Ratschlag,wo wir billig zu Abend essen konnten, den wir gerne Annahmen, doch das vorgeschlagene Restaurant erst nach ausgiebiger Suche fanden. Nach Suppe, Pizza und einem Achtel Wein für nur 11 Euro stießen wir zu unseren Zimmerkollegen in ein traditionelles irisches Pub mit Live- Musik und irischem Tanz. Sehr touristisch, doch das hatte ich in diesem Ausmaß ohnehin noch nie erlebt. Danach schauten wir uns noch das Temple-Bar-Viertel an, dass sich um die Ecke unseres Hostels befand. Als alles schloss, kehrten wir wieder ins Hostel zurück und unterhielten uns noch ausgiebig mit den anderen. Es ist schon erstaunlich, wie schnell man nette Leute kennen lernen kann, wenn man dafür offen ist.

Nach eindeutig zu wenig Schlaf klingelte um neun Uhr bereits mein Wecker, doch wir mussten aufstehen, um noch rechtzeitig Frühstück zu bekommen. Cornflakes, Tee und Toast ist doch immer wieder am besten in Hostels, viel besser als zu Hause. Außerdem gab es noch Nutella, oh Verzeihung, einen Nuss- Nougat- Aufstrich...
Auf dem Tagesordnungsplan stand: Heritage- Center, also das Gefängnis, dann Guiness- Factory und die Busfahrt zurück nach Galway.

Prison:
Wir entschieden uns, nicht die Hop On Hop Off- Bustour zu nehmen, da diese 15 Euro gekostet hätte und wir sowieso nur zwei Dinge ansehen wollten, wenn möglich drei (zusätzlich die Jameson- Factory). Deshalb nahmen wir den Linienbus, der 15 Minuten vom Gefängnis entfernt hielt. Allerdings war es kein angenehmer Gang zu diesem besonderem Museum, da er an der Straße entlang führte und es richtiges irisches Wetter hatte. Dort angekommen stellten wir uns an die Heizkörper so oft es nur ging. Auf diese Tour hatte ich mich schon besonders gefreut, weil meine Psychomädels, die im Dezember in Dublin gewesen waren, sie gemacht hatten und hellauf begeistert waren. Schon bald erkannten wir, dass es eindeutig am Tourführer liegen musste, ob sie Spaß machte und interessant war oder eben nicht. Nach den ersten zehn Minuten fanden wir es alles andere als spannend und benahmen uns wie die schlimmen Kinder in der Klasse, aber in einem geringeren Ausmaß, sodass es die anderen Teilnehmer nicht störte. Der Höhepunkt der Tour war als alle anderen den Außenteil absolvierten und wir drinnen warteten, bis wir hörten, dass sie sich weiter bewegten. Der absolute Höhepunkt war dann der Schluss der Tour. Am liebsten hätte ich in das Gästebuch geschrieben "Andrea, Austria, the tourguide was boring and he doesn't like his job", aber naja, ich hielt mich zurück.

Danach wärmten wir uns noch kurz an den Heizkörpern auf und machten uns auf den Weg zum Guiness- Storehouse, wo sich auch das Guiness- Museum befand. Doch vorher brauchten wir noch dringend etwas Wärmendes und besuchten ein weiteres Pub, wo wir Tee und Kakao tranken während wir die irischen Männer an der Bar beobachteten und uns über ihren Alkoholkonsum am frühem Nachmittag Sorgen machten. Dabei trafen wir auch noch auf zwei Österreicher, die auf Irlandurlaub waren und auch gerade im Gefängnis waren, aber die Tour hervorragend fanden. Kein Wunder, sie hatten auch einen anderen Tourguide.

Guiness:
Das Guinessmuseum inklusive Verkostung und Gratispint war auch sehr sehenswert, vor allem hatte man einen schönen Ausblick vom obersten Turm, welcher allerdings noch besser gewesen wäre, wenn es nicht so geregnet hätte. Wir erfuhren alles wissenswerte über die Herstellung des irischen Nationalgetränks, bzw. eines der irischen Nationalgetränke, denn Tee und Jameson wollen nicht außer Acht gelassen werden.

Früh genug kamen wir zurück in die Stadtmitte, um noch essen zu gehen. Wir wollten einmal was anderes als McDonalds ausprobieren, gingen also zu Supermacs, was wir bereuten, denn das Essen lag sehr schwer im Magen, was die Busfahrt zurück nach Galway nicht gerade erleichtere.

Galway:

Zurück in Galway checkten wir Hannes und Tanja ins Hostel ein und gingen dann in den Cellar, wie ich das jeden Dienstag mache, weil es schon so zur Tradition geworden ist und alle Mädels dorthin gehen. Die Hoffnung auf gutes Wetter war nicht umsonst, denn obwohl wir Schneefall und kalten Wind bei der Ankunft hatten, wurde es am Mittwoch angenehemer, nicht sehr warm, aber es regnete nicht die ganze Zeit über. Aus diesem Grund machte ich mit ihnen eine Galway- Salthill- Tour - OHNE REGEN, jedenfalls für ein Weilchen. Zurück in die Stadt nahmen wir wieder den Bus und besuchten mein Lieblingskaffeehaus, Pure Vida, danach ging es in mehr Touristenshops, weil Tanja noch nicht das beste T- Shirt gefunden hatte. Auch ich stöbere immer wieder gerne, werde aber mit meinen Einkäufen noch ein bisschen warten.

Am Abend zogen Hannes und Tanja in Philipps Zimmer, weil dieser nach Deutschland geflogen war. Endlich kochten wir uns eine gesunde Mahlzeit - Spaghetti mit viel Gemüse, dazu Salad und als Nachtisch Obsalad. Jeder bereitete einen Gang zu und es schmeckte hervorragend (Selbstlob stinkt zwar, ist aber angebracht). Die Abendgestaltung übernahm der Film "Walk the Line", denn am nächsten Morgen wollten wir das schöne Wetter ausnutzen und eine Bustour zu den Cliffs of Moher nehmen, die um zehn Uhr starten sollte. Von dieser Tour können die angefügten Bilder überzeugen. Allerdings hatte sie auch Nachteile - sie dauerte etwas zu lange, weil man durch die Burren fuhr. Das müsste man zwar sowieso, doch man könnte auch einen schnellere Route nehmen. Dann verbrachte man auch nur kurze Zeit an den Cliffs selber (eine Stunde ist eindeutig zu wenig). Später hält man dann auch noch bei einem komischen Monument (ja ja, sehr beeindruckend) und einer Höhle, wo man auch eine Tour hindurch nehmen kann, wovon mir aber schon einige Male abgeraten wurde, weshalb wir draußen warteten . Insgesamt war es zu viel Zeit im Bus an diesem Tag, weil es am Abend auch noch nach Cork ging. (davon aber mehr zu einem späterem Zeitpunkt).

Neue Kamera:

Mit großer Freude empfing ich nicht nur das Paket, das meine neue Kamera enthielt, sondern auch noch ein Überraschungsosterpaket meiner Familie - DANKE DANKE DANKE!!!! Das rettete Ostern wirklich für mich.



Bei der Höhle, als wir draußen warteten.


Bei den Cliffs.



Ja, da geht es tief hinunter.




Pure Vida- Tee :)

Salthill